Die Neustadtpiraten unterstützen die Initiative »Rudolf rollt!«, welche einen Skate- und Bikepark in der Dresdner Neustadt fordert.
Das “DREWAG-Gelände”, auf dem früher Kreativwirtschaft im südlichen Hechtviertel betrieben wurde, liegt brach. Inhaberin des Grundstücks ist die SachsenEnergie (vormals DREWAG), ein Unternehmen in kommunaler Hand. Sie plante, auf diesem Grundstück einen Parkplatz zu errichten. Die Petition von »Rudolf rollt!« richtet sich dagegen und fordert einen Skate- und Bikepark an diesem Ort. Der Stadtbezirksbeirat der Neustadt hat bereits einer Vorlage zugestimmt, eine Naturschutz-, Grün- und Sportfläche darauf zu errichten.
Für uns Neustadtpiraten ist klar, dass der wenige und ‘teure’ Boden in der Neustadt und im Hechtviertel nicht für das Abstellen von Autos verschwendet werden darf. In unserem Wahlprogramm setzen wir uns eindeutig ein, dass die Neustadt generell autofrei wird, es mehr Spiel- und Sportplätze gibt, und wenn es schon Autos geben muss, dann doch bitte Teilautos. Als ein Beispiel für eine solche Entwicklung kann man das ‘Putzi-Gelände‘ heranziehen, auf dem wir u.a. einen kleinen Park mit einem Spiel- und Sportplatz fordern. Ganz wichtig ist, dass alle Entwicklungen und Planungen mit enger Beteiligung der Menschen vor Ort geschieht. Bürger·innenbeteiligung ist keine leere Hülle, sondern muss mit Leben gefüllt sein.

Wir fordern,

  • dass das SachsenEnergie-Gelände kein Parkplatz wird, sondern zukünftig dem Gemeinwohl zugute kommt – wobei die genaue Ausgestaltung das Ergebnis der Bürger·innenbeteiligung sein muss.
  • dass es bei der Gestaltung des Ortes folglich auch zu einer echten Bürger·innenbeteiligung kommt. Dies kann in Form von Vor-Ort-Terminen, Anwohnendengesprächen, Einwohner·innenversammlungen und/oder Anwohnendenumfragen geschehen. Wichtig ist, dass die Menschen vor Ort zu Wort kommen.
  • dass die Stadtverwaltung im Falle keiner Einigung mit der anliegenden Friedhofsverwaltung alternative Flächen prüft und die Forderung – ein Skate- und Bikepark für die Neustadt – ernsthaft verfolgt und umsetzt.

Ein Teil der Stellungnahme der Stadtverwaltung zur Petition von »Rudolf rollt!« hat uns noch besonders verwundert – so heißt es: “Die Dresdner Neustadt bedarf im Vergleich zu anderen Stadtteilen einer erhöhten Aufmerksamkeit, um ein friedliches Miteinander zu fördern und auch Gewalt und Kriminalität zu verhindern. Es sollte hier nicht noch eine zusätzliche Platform geschaffen werden, die sich aufgrund ihrer unterschiedlichen nachbarlichen Bedürfnisse (Ruhe versus sportliches Auspowern) Konfliktpotential in sich birgt”. Wir erinnern uns an zahlreiche Stadtbezirksbeiratssitzungen in der Neustadt, in denen fast alle Bezirksrät·innen immer wieder betonten, dass soziale Orte – gerade für Jugendliche und junge Menschen – essentiell sind, um Kriminalität und Konflikten präventiv zu begegnen. Einen potentiellen Skatepark in der Neustadt, für den sich die Bürgerinitiative einsetzt, automatisch in der Nähe von Kriminalität und Gewalt zu verorten, passt damit nicht zusammen. Wir fordern: Soziale Orte statt Parkplätze!

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